Verschöner dein Zuhause im Zero-Waste Stil!

Einmachgläser statt Einwegverpackung.

Vier Einmachgläser mit Lebensmitteln.

Null Müll, viel Stil

Wie umweltfreundlich lebst du? Bestimmt tust du dein Bestes, Müll zu vermeiden, Abfall zu trennen und möglichst viele Rohstoffe wieder zu verwerten. Aber ganz ohne Müll leben? Genau das schaffen Anhänger der Zero-Waste-Bewegung. Wörtlich übersetzt heißt „zero waste“ „null Müll,“ man könnte aber auch sagen: „keine Verschwendung.“ Das ist doch ein Ziel, das wir alle verfolgen können! Umweltschutz ist ohnehin in Mode, und der schicke Minimalismus, den Zero-Waste-Blogger online vorführen, überzeugt auch Genussmenschen.

Das eigene Zuhause komplett auf den müllfreien Lebensstil umzustellen wirkt auf den ersten Blick wie eine überwältigende Herausforderung, aber jede kleine Veränderung trägt dazu bei, Verschwendung zu minimieren. Lass dich von Leuten inspirieren, die sich ganz dem umweltfreundlichen Lebensstil verschrieben haben. Mit ein paar einfachen Tipps verschönerst du dein Zuhause, sparst Geld und machst die Welt ein kleines bisschen grüner.

Die Zero-Waste-Küche, das Herz eines müllfreien Zuhauses

Einmachgläser, die Stars der Zero-Waste-Bewegung, sind gerade schwer angesagt. Sie können als Lebensmittel-Behälter und Brotzeit-Box verwendet werden, aber auch als feuerfeste Form (zum Einkochen oder Backen) und als schickes Deko-Zubehör (für Blumen, Kerzen oder ein Mini-Terrarium). Während die Gläser bisher meist zum Lagern in Küchenschränken oder Vorratskammern verwendet wurden, nehmen sie jetzt immer öfter einen Ehrenplatz auf Küchenarbeitsplatten und offenen Regalen ein, wo sie ihren Inhalt stolz zur Schau stellen. Nichts sagt besser „wir achten auf unsere Ernährung“ als eine ordentliche Reihe identischer Gläser, gefüllt mit den einfachen Zutaten für ein gesundes, selbstgekochtes Essen. Es ist bestimmt kein Zufall, dass die Wiederentdeckung der Einmachgläser mit dem Boom des „Clean-Eating“-Trends zusammenfällt. Egal ob du Veganer, Paleo, Rohköstler oder Alles-Esser bist, Zero-Waste-Rezepte und die dazu passenden Einkaufstipps gibt es für jeden Geschmack.

Statte deine Küche mit klassischen Utensilien aus nachhaltigen Materialien aus. Holzlöffel, Emailleschüsseln und gusseiserne Pfannen sind zwar pflegeintensiv, aber sie halten länger und sind schadstofffrei. Gerade Vintage-Teile in gutem Zustand sind nicht nur hübsch, sondern auch besonders umweltfreundlich. Benutz beim Essen Stoffservietten und, wenn du Cocktails servierst, wiederverwendbare Strohhalme aus Edelstahl.

Zero Waste Einkaufstasche.

Tipps für Zero-Waste-Shopping

Immer mehr verpackungsfreie Supermärkte und auch normale Bioläden bieten Lebensmittel und andere Produkte ohne Einwegverpackung an. Nimm dir zum Einkaufen mehrere wiederverwendbare Behälter in verschiedenen Größen mit und lehn unnötige Verpackungen ab. Brot kommt direkt in eine saubere Stofftasche, Käse und Fleisch direkt an der Frischetheke in separate Metalldosen, Getreide und Flüssigkeiten in Gläser und Flaschen. Die nächstbeste Alternative zu wiederverwendbaren Behältnissen sind recyclebare Verpackungen wie Glas, Pappe und 100% PET. Manche davon, wie Marmeladegläser, Flaschen mit Schraubverschluss und Gefrierdosen kannst du danach wiederverwenden. Was übrig bleibt und zum Recycling kommt, gilt nicht als Müll.

Zero-Waste-Tipps fürs Bad

Neben der Küche ist das Badezimmer Schauplatz unserer größten Müll-Verbrechen. Kosmetiktücher, Einweg-Reinigungstücher, Wattestäbchen und Wattepads landen millionenfach auf Müllbergen oder im Klo. Diese Produkte sind nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch nicht gerade schön anzusehen. Wie immer bei der Umstellung auf Zero-Waste-Produkte ist der erste Schritt das Reduzieren. Wir haben alle unübersichtliche Schubladen und Kosmetiktaschen voll mit unnötigen Kosmetika. Sichte deine Bestände, brauch alles auf und ersetz nur das, was wirklich nötig ist.

Wenn du experimentierfreudig bist, kannst du leere Fläschchen, Dosen und Tiegel mit selbst gemachten Kosmetika nachfüllen. Das mag kompliziert klingen, aber einige der effektivsten Beauty-Produkte haben erstaunlich wenig Zutaten. Probier Kokosöl als Makeup-Entferner, Aloe Vera als beruhigendes Feuchtigkeitsgel oder Arganöl als Nachtpflege. Manche Biokosmetikfirmen bieten einen Rabatt auf ihren Nachfüll-Service an oder nehmen leere Behälter zurück. Auf wiederverwendbare Beauty-Accessoires umzusteigen ist noch einfacher. Benutz statt Watte einen Waschlappen oder waschbare Baumwoll-Pads zur Gesichts-Reinigung und Makeup-Entfernung. Ersetz deinen Einweg-Rasierer durch einen klassischen Metallrasierer mit richtigen Klingen und tausch deine Plastik-Zahnbürste gegen eine kompostierbare aus Bambus aus. Diese kleinen Änderungen bereichern deine Beauty-Routine und lassen deinen Müll schrumpfen.